Aleppo: OP-Anleitung via Skype

Es vergeht kaum ein Tag, wo in den Medien nicht über die dramatischen und menschenverachtenden Dinge in Aleppo, Syrien, berichtet werden. Überall fehlt es am Nötigsten, eine medizinische Versorgung ist so gut wie nicht vorhanden und die wenigen halbwegs intakten Krankenhäuser werden durch Bombenangriffe schwer beschädigt oder gar zerstört.

Man kann vor den Ärzten nur den Hut ziehen, die trotz widrigster Bedingungen ihr eigenes Leben hintenan stellen um selbiges von anderen zu retten. Es gibt kaum Medikamente, technische Geräte oder notwenige Apparate. Die hygenischen Bedigungen sind katastrophal und oft stehen die Ärzte vor der schweren Entscheidung wem geholfen wird und wer wieder weggeschickt wird. Die benötigten Kapazitäten sind einfach nicht vorhanden.

Neulich bin ich auf einen Beitrag gestoßen, wo über eine OP in Aleppo berichtet wird. Da der Eingriff komplex ist und das Know-How der Operateure nicht ausreichend ist, werden diese via Smartphone bzw. Skype von einem Professor aus England angeleitet bzw. durch die einzelnen OP-Schritte geführt. Das Smartphone wurde auf einen „Selfie-Stick“ gespannt und dicht ans Operationsfeld gehalten, damit der Arzt aus England möglichst genaue Anweisungen geben kann. Das ganze hat BBC in einem Video festgehalten:

Auf dem Video kann man schon erahnen, wie es um die hygienischen und technisch-apparativen Gegebenheiten bestellt ist. Die Ärzte, die ihr eigenes Leben in Gefahr bringen um den armen und schwerverletzten Menschen zu helfen, haben meinen größten Respekt und meine absolute Hochachtung. Es gibt nicht viele, die bereit sind sich in eine solche Gefahr zu begeben.

Ich denke ich muss euch über die Geschehnisse in Syrien nichts weiter erzählen. Nur bei einem sind wir uns wohl alle einig: Das Elend muss schnellstmöglich ein Ende finden und der Frieden muss wieder einkehren. Hilfslieferungen müssen erfolgen und vor allem auch am benötigten Ort sicher ankommen. Wir hier in Deutschland wissen gar nicht, wie gut wir es eigentlich haben!

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